Nachhaltige Entwicklung

Corporate conscience award

Prem Group und Switcher SA - eine ungewöhnliche Partnerschaft

2001erhielt Prem Group in Indien, Hauptlieferant der Switcher T-Shirts in der Schweiz, mit Erfolg die durch die SAI zuerkannte SA8000-Zertifizierung. Heute wird der CCA an die Firma Switcher und die Prem Group in Indien für die beste Umsetzung des Verhaltenscodexes verliehen.

Der Preis würdigt namentlich die Arbeit von Switcher SA und Prem Group zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter in der indischen Fabrik in Tirupur. Für Switcher SA ist die Verbesserung der Lebensbedingungen der direkt und indirekt in ihre Aktivitäten einbezogenen lokalen Gemeinden, sei es in China oder Indien, in Portugal oder in der Schweiz, ein wichtiges Ziel ihrer Geschäftsführung.

Mehr noch als die erfolgreichen Bemühungen in Indien würdigt dieser Preis vor allem den nachhaltigen Ansatz, den Switcher SA im Umgang mit ihren Lieferanten pflegt: keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit, Investitionen in die Gesundheit und in die Sicherheit, gesicherte Mindestlöhne, vertretbare Arbeitszeiten, keine Diskriminierung, keine Disziplinarmassnahmen, Vereinigungsfreiheit, Freiheit kollektiver Lohnverhandlungen, soziales Managementsystem, internes Monitoring und Zulassung externer Monitoring.

 

Der "Corporate Conscience Award 2002" (CCA)

Seit 1988 verleiht die CEPAA diesen Preis an Unternehmen, welche die Menschenrechte respektieren und zur Verbesserung der sozialen Bedingungen aller ihrer "Stakeholders" einen Beitrag leisten. Der CCA belohnt die besten Leistungen im sozialen und im Umweltschutzbereich (Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit, vorbildliche Arbeitsplätze, innovative Partnerschaft, Umsetzung der SA8000-Normen) und setzt sich für ihre weltweite Förderung sowohl auf der Ebene von Einzelpersonen und Investoren als auch jener von Gewerkschaften, Regierungen, NGOs, und Privatunternehmen ein.

 

Social Accountability International

Bei der Social Accountability International (SAI) handelt es sich um eine 1996 durch die Council on Economic Priorities Accreditation Agency (CEPAA) gegründete amerikanische Organisation. Ihr Ziel ist es, die Konsumentinnen und Konsumenten für die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt zu sensibilisieren. Anfang der 90er Jahre haben sich zahlreiche transnationale Unternehmen verpflichtet, sich an bestimmte Verhaltenscodices zu halten, die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der für sie weltweit in verschiedenen Fabriken beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter beitragen sollen.

Eines der wichtigsten Ziele von SAI ist es, auf den Inhalt der Verhaltenscodices zu achten, sowohl was die minimalsten Arbeitsbedingungen als auch ihre Einhaltung betrifft. Nach der Ausarbeitung eines Standardcodexes, der auf den Prinzipien der Menschenrechte basiert, die sich auf die Fundamentalen Übereinkommen der IAO (der Internationalen Arbeitsorganisation), auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes beziehen, hat SAI ein Überwachungssystem entwickelt, das zur SA8000-Zertifizierung führt.

SAI führt einen ständigen Dialog mit ihren zahlreichen "Stakeholders" (mit den betroffenen Beteiligten wie den Arbeiterinnen und Arbeitern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Gewerkschaften und NGOs) und sorgt dafür, dass ihr Verhaltenscodex und ihr Managementsystem regelmässig überarbeitet und weiterentwickelt wird.

 
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