Normen und Zertifizierungen

Öko Tex Standard 100

Die Baumwolle ist nicht nur eine der ältesten Anbauungen sondern auch die wichtigste natürliche Faser auf der Welt. Jedes Jahr werden ungefähr 20 Millionen Tonnen Baumwolle auf nur 1% der zu anbauenden Flächen produziert. Die Hauptproduktionsländer sind China, USA, Indien, Pakistan, die Staaten der ex-UdSSR und die Türkei. Die Baumwolleindustrie ist schlechthin umweltschädlich. So kann die Baumwolle, von der Anbauung bis zur Ernte, bis 20 Mal gegen Parasiten und andere schädliche Insekten behandelt werden. Die Menge an jährlich ausgeschütteten Pestiziden auf die Baumwolleplantagen beträgt 1/5 des Weltverbrauchs. Die nachhaltige Wirkung dieser giftigen Substanzen auf das Wasser, die Erde und die Luft ist beträchtlich. Sie können sogar nützliche Insekten wie die Bienen zerstören, und dringen dadurch in die Ernährungskette ein.

Die schädliche Wirkungen dürfen für den Menschen ebenfalls nicht vernachlässigt werden, vor allem für die Arbeiter der Entwicklungsländer, welche oft ohne angemessenen Schutz mit Pestiziden arbeiten. Gemäss einem Bericht der WHO sind es jedes Jahr 3 Millionen Menschen, die auf diese Weise vergiftet werden.

Der chemische Verarbeitungsprozess geht nach der Ernte weiter. Die Fasern werden gebleicht und mit Hilfe von oft schädlichen chemischen Mitteln gefärbt. In Indien zum Beispiel, werden die Abwässer manchmal, ohne durch eine Kläranlage gefiltert zu werden, direkt in die Ströme wieder ausgegossen. Der ökologische Trend hat also gute Gründe zu existieren. Nach den ersten Pionieren , die sich in eine umweltfreundliche Kleiderproduktion stürzten, sind es nun die grossen Einkaufsfirmen, die ihrerseits zu einer ökologischen Produktion übergegangen sind.

In der Schweiz fehlen noch die gesetzlichen Grundlagen. Heute kann nämlich jeder Produzent seine eigene Definition zu "naturrein" und oder "Bio" geben. Für einen Baumwolleproduzenten müssen hingegen folgende Umweltkriterien eingehalten werden :

  • Eine Verminderung, ja, sogar Beseitigung aller Pestiziden auf einem Baumwollenfeld.
  • Die Baumwolle muss mit der Hand gepflückt werden (Pflückung ohne Hilfe eines Entblätterungsproduktes).
  • Garantierte Mindestlöhne für die Angestellten.
  • Verarbeitung und Färbung der Baumwolle, indem man sowenig wie möglich chemische Mittel, Wasser und Energie einsetzt.
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    Einige Beispiele von Umweltverschmutzungsquellen

    • Das Formaldehyd : es wird zur Fertigstellung von Kleidern von hoher Qualität gebraucht. Die Behandlung der Textilien mit einem synthetischen Harz, das aus Formaldehyd besteht, vermeidet das Eingehen und vermindert die Zerknitterung.
    • Schwermetalle können mit den Textilien während des Fertigstellungsprozesses, des Anti-Parasiten Kampfes oder während der Färbung, in Berührung kommen.
  • Es wurden bis jetzt keine Überreste von Pestiziden oder Unkrautvertilgern, die in der Baumwolle erhalten sind und aus konventionellen Produktionen stammen, festgestellt. Jedoch werden diese Stoffe nur schwer abgebaut und sind noch nach mehreren Generationen identifizierbar. In diesem Zusammenhang bedeutet der Vermerk "nicht giftig" nicht unbedingt, dass die Baumwolle ohne Pestiziden produziert wurde.
  • Der Pentachlorphenol (PCP) ist krebserregend und somit in der Schweiz verboten. Die weniger entwickelten Länder wenden es an, um die Schimmelflecken auf den Kleidern zu bekämpfen.
  • Die Färbemittel AZO (synthetische Färbemittel auf Azot-Basis) können krebserregend sein.
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    Öko-Tex Standard 100

    Das Logo "sicheres Textil - gemäss den Öko-Tex Standard 100 Normen getestet" wurde 1992, durch die Internationale Kommission für die Forschung und Tests im Bereiche des ökologischen Textils, erschaffen (Abkürzung Öko-Tex). Dieses Zeichen steht als Garant für die Einhaltung der Grenzwerte folgender schädlicher Stoffe : Pestizide ; Formaldehyd ; Kupfer ; Kobalt ; Chrom ; 2,4-D und 2,4-T.

    Öko-Tex Standard 100 basiert nur in Hinsicht des Gesundheitsschutzes auf der Ebene des fertigen Produktes. Dieser Standard umfasst nicht den Produktionsprozess, das heisst, er berücksichtigt z.B. weder die ökologischen Kriterien der Anpflanzung/Bebauung, der Verarbeitung der Faser oder noch die sozialen Bedingungen die an das Textil gebunden sind

     

    Giftstoffe

    Die Giftstoffe, wie es dieser Standard versteht, sind Stoffe :

  • die in einer grösseren Menge, als der definierte Grenzwert, in einem Textilprodukt oder in einem Kleidungsstück, vorhanden sind.
  • die sich in einer höheren Quantität, als der vorgeschriebene Grenzwert im normalen Gebrauch, bilden - die bei normalem Gebrauch irgendeine Wirkung auf den Menschen haben können.
  • die im aktuellen Wissenszustand sich als gesundheitsgefährdend für den Menschen erweisen können.
  • Das "Textilvertrauen - Giftstoffe gemäss Öko-Tex Standard 100 getestet" Label, stellt keinen Qualitätslabel dar. Der Standard analysiert und kontrolliert nämlich nur das Produkt (im Neuzustand) und schenkt weder seinen anderen Eigenschaften, wie seine Eignung zum Gebrauch, sein Pflegeverhalten, seine physiologischen Eigenschaften oder noch seinen Widerstand gegenüber dem Feuer, Beachtung. Der Öko-Tex Standard 100 Label testet die folgenden Punkte und garantiert, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschritten werden.
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    Tests

    PH-Wert ; Formaldehyd, abbaubare Schwermetalle ; Arsenik ; Blei ; Kadmium, Chrom ; Kobalt ; Kupfer ; Nickel ; Quecksilber ; Pestiziden ; Pentachlorphenol ; Farbstoffe (krebserregende, allergieauslösende).

    Sowie : Farbstoffe die gegenüber dem Wasser, dem Säuredampf, dem Alkalindampf, der Trockenreibung, der Nassreibung, dem Speichel und dem Schwitzen, den flüchtigen Emissionsbestandteilen und dem Verströmen von schlechten Gerüchen widerstandsfähig sind.

    Bis zum heutigen Tage sind alle Switcher-Lieferanten Öko-Tex Standard 100 zertifiziert. Wir haben einen höheren Gang eingeschaltet und arbeiten schon an der Öko-Tex Standard 1000 Zertifizierung, die ein neues Zertifikat ist und diesmal die eigentliche Ökologie berücksichtigt.

     
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